Inkontinenz

Die Blase wieder fest im Griff

Auch wenn die meisten Menschen nicht darüber sprechen wollen, ist Harninkontinenz ein sehr weit verbreitetes Leiden und eine Krankheit, die vor allem die Seele sehr belastet.

Leider denken viele Menschen mit Blasenschwäche, dass es keinen vernünftigen Ausweg aus der Krankheit gibt. Das Ergebnis ist, dass sie soziale Kontakte allmählich vermeiden und sich selbst vom sozialen Leben ausschließen. Gegen praktisch alle Formen der Harninkontinenz gibt es allerdings wirksame Hilfe: wie zum Beispiel das Tragen diskreter Inkontinenz-Einlagen oder Slips, regelmäßiges Training der Beckenbodenmuskulatur oder medikamentöse Behandlung.

Die überaktive Blase

Unfreiwilliger Harnabgang kann viele Ursachen haben: etwa Entzündungen, Hormonmangel oder eine Schwäche der Beckenbodenmuskeln. Die beiden häufigsten Formen der Harninkontinenz sind:

* Dranginkontinenz. Der häufige Harndrang ist schwer zu kontrollieren und die Blasenentleerung kann kaum zurückgehalten werden. Dranginkontinenz wird durch altersbedingte Veränderungen im Nervensystem, Harnwegsinfekte oder eine Prostatavergrößerung, welche die Kontrolle über die Harnblase erschweren, ausgelöst.

* Stressinkontinenz. Von einer Stressinkontinenz spricht man, wenn die Harnblase normal reagiert, aber der Schließmuskel wegen geschwächter Beckenbodenmuskulatur nicht funktioniert, wie z.B. sehr häufig nach Schwangerschaften. Der unkontrollierte Harnverlust erfolgt bei körperlichen Belastungen wie etwa beim Laufen, Niesen oder Husten.

Für eine wirksame Behandlung und sinnvolle Hilfsmittelversorgung sollte die Art der Inkontinenz durch den Arzt festgestellt werden. Mit der richtigen Vorsorge und Behandlung kann viel Lebensqualität gewonnen werden. Sicherheit kehrt zurück und soziale Aktivitäten werden wieder zu einer Selbstverständlichkeit.

Damit es gar nicht soweit kommt

Beckenbodentraining

Rechtzeitiges Beckenbodentraining kann Stress-Inkontinenz vorbeugen und lindern. Das Beckenbodentraining kräftigt die betroffene Muskulatur und wirkt einer leichten Blasenschwäche effektiv entgegen. Die Beckenbodenmuskulatur hat im weiblichen Organismus eine wichtige Funktion. Sie hält die Beckenorgane in der richtigen Funktions-Stellung. Durch Schwangerschaft und andere körperliche Belastungen kann es zur Überdehnung der Beckenmuskulatur und in der Folge zur Fehllage der Beckenorgane kommen. Probieren sie untenstehende Übungen aus und finden Sie heraus, welche Ihnen am meisten liegen. Durch das Tragen von Femconen im Alltag erlernt man den Beckenboden zu entlasten. Das bewusste Unterbrechen des Harnstrahls ist kein Beckenbodentraining.

 

Was Sie beim Training beachten sollen

Entleeren Sie die Blase vor dem Training!

Haben Sie Geduld.

Der Beckenboden ist ein vernachlässigter Körperbereich lernen Sie ihn spüren. Die Übungen scheinen ungewohnt, führen aber regelmäßig durchgeführt zu einer guten Körperwahrnehmung und Sie erhöhen damit auch Ihr Gefühl für den Beckenboden.

Atmen Sie richtig.

Viele der Übungen arbeiten mit der bewussten Anspannung der Beckenbodenmuskeln. Wichtig ist, dass Sie richtig Atmen:

* Einatmen der Beckenboden ist entspannt
* Ausatmen Anspannung des Beckenbodens

Beispiele zur Beckenbodengymnastik

bodenbungen

Jede Übung 5-10 mal!

1. Beckenbodenmuskeln im Liegen 5 Sekunden anspannen, dann 5 Sekunden entspannen.
2. Beckenbodenmuskeln im Sitzen 5 Sekunden anspannen, dann 5 Sekunden entspannen.
3. Schweres nur in Hockestellung heben. Beckenbodenmuskeln anspannen und aufrecht wieder entspannen.
4. Beckenbodenmuskeln anspannen Rücken langsam heben, Position 5 Sekunden halten langsam zu Boden, 5 Sekunden entspannen.

Regelmäßiges Üben bringt den gewünschten Erfolg!

Wegweiser zu Ihrer optimalen Inkontinenz-Versorgung

1. Verordnung durch den Arzt

Bei leichter, mittlerer oder schwerer Harn- oder Stuhlinkontinenz ist es notwendig, einen Arzt aufzusuchen. Dieser stellt eine Diagnose und verordnet die notwendige Therapie.

2. Kostenlose, unverbindliche Beratung bei Pirko Orthopädiewerkstätte

moz-screenshot-6Mit dem Verordnungsschein kommen Sie in eine unserer Filialen, wo unsere Mitarbeiter Ihnen mit Rat und Hilfe zur Seite stehen.

3. Produktauswahl

Nach der Beratung bekommt der Kunde jene Produkte, die für ihn am geeignetsten sind. Auch die Zustellung nach Hause ist möglich.


4. Direkte Verrechnung mit der Krankenkasse

 

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